Schadenersatzansprüche
Rechtsstand: Oktober 2026 (Österreich)
Die Makler:in unterliegt nach § 3 MaklerG der Verpflichtung, die Interessen der Auftraggeber:in redlich und sorgfältig zu wahren und ihr alle erforderlichen Nachrichten zu geben. Bei einer Verletzung dieser Verpflichtungen kann die Auftraggeber:in Schadenersatz verlangen.
Die Makler:in muss die notwendigen Fähigkeiten haben und haftet für diese besonderen Fachkenntnisse. Man spricht in diesem Fall von einer Sachverständigenhaftung iSd § 1299 ABGB und hat für den erhöhten Sorgfaltsmaßstab einzustehen, der von Immobilienmakler:innen als Berufsgruppe erwartet wird.
Soweit der Makler:in ein Provisionsanspruch zusteht, kann die Auftraggeber:in wegen Verletzung wesentlicher Pflichten neben Schadenersatz auch eine Mäßigung der Provision nach Maßgabe der durch den Pflichtverstoß bedingten geringeren Verdienstlichkeit verlangen; ein konkreter Schaden muss dafür nicht nachgewiesen werden (§ 3 Abs 4 MaklerG; OGH 7 Ob 208/24z).
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