DSGVO-Hinweispflicht (Miet- / Kaufanbot)
Rechtsstand: Oktober 2026 (Österreich)
Die große erste Aufregung über die DSGVO ist vorbei. Die Bestimmungen der Datenschutzgrundverordnung bleiben jedoch relevant; nicht zuletzt wegen der potenziell hohen Geldbußen (Art 83 DSGVO).
Eine Verarbeitung personenbezogener Daten ist nur zulässig, wenn zumindest eine der folgenden Rechtsgrundlagen vorliegt.
- Einwilligung,
- Erfüllung eines Vertrages,
- Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung,
- Berechtigte Interessen der Verantwortlichen oder einer dritten Person (Art 6 Abs 1 lit f DSGVO).
Die Verarbeitung umfasst jeden Vorgang (automatisiert oder nicht) im Zusammenhang mit personenbezogenen Daten. Darunter fällt bspw. auch das Erheben, Ordnen oder Speichern von personenbezogenen Daten. Personenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person („betroffene Person“) beziehen (bspw. Name, Adresse, Geburtsdatum, Bankdaten etc).
Die Verarbeitung der Daten einer Auftraggeber:in für ein konkretes Miet- oder Kaufanbot bedarf keiner gesonderten Einwilligung, da sie zur Erfüllung des Maklervertrags bzw. zur Durchführung vorvertraglicher Maßnahmen auf Anfrage der betroffenen Person erforderlich ist (Art 6 Abs 1 lit b DSGVO).
Auch ohne Einwilligungspflicht schreibt die DSGVO vor, dass die Verantwortliche (in der Regel die Makler:in) den betroffenen Personen zum Zeitpunkt der Datenerhebung eine umfassende Datenschutzinformation zur Verfügung stellen muss (Art 13 DSGVO). Es sollte daher eine Datenschutzinformation als Muster erstellt werden, das bei jedem Erstkontakt mit der Kund:in ausgehändigt werden kann.
Tipp für Makler:innen:
Geldwäsche-Sorgfaltspflichten und Datenschutz-Informationen lassen sich mit klaren Abläufen und Mustertexten rechtssicher in den Büroalltag integrieren. Die Kanzlei am Kai unterstützt Maklerbüros bei der Umsetzung und bei behördlichen Prüfungen.
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